»Ich vergleiche das ganz gerne mit einem Schmuckstück«, sagt Dr. Stefan Dohe. Fehlt einer Krone der Smaragd, bleibt der Blick immer an der leeren Fassung hängen. Genau das trieb die Kunstsammlungen Weimar an, ihr gestohlenes Doppelporträt von Hans und Felicitas Tucher zurückzuverlangen: ein kleinformatiges Diptychon von bestechender Illusionskraft, gemalt 1499 von Albrecht Dürer. Nach dem Zweiten Weltkrieg verschwanden die beiden Tafeln aus einem Auslagerungsdepot, tauchten erst 20 Jahre später in New York wieder auf und lösten einen 13 Jahre währenden internationalen Rechtsstreit aus. Wie die Porträts entstand, welche Rolle sie im Frühwerk Dürers spielen und wie sie schließlich zurück nach Weimar fanden, darüber sprechen Dr. Stefan Dohe, Kustode für Mittelalter und frühe Neuzeit an der Klassik Stiftung Weimar, und Florian Abe, Geschäftsführer der Tucher Kulturstiftung, in dieser Folge.
🔗 Die Tucher-Porträts in der Sammlung der Klassik Stiftung Weimar:
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